Die Ergebnisse der letzten Ligaspiele endeten in zwei aufeinanderfolgenden Partien mit 0:0. Betrachtet man nur das Ergebnis, könnte es so wirken, als hätten beide Teams jeweils die entscheidenden Chancen vermissen lassen. Doch Trainer Albert PUIG ORTONEDA drückte nach der letzten Partie gegen Hokkaido Consadole Sapporo im Pressegespräch das Gefühl eines deutlichen Fortschritts mit folgenden Worten aus.
Zwar fehlte im Abschluss noch ein letzter Schritt, doch Tokyo blieb seinem Stil treu und schuf in einem intensiven und taktisch hochklassigen Spiel Szenen, die dem Tor von Sapporo gefährlich nahekamen.
Sapporo spielt seit fünf Saisons unter Trainer PETROVIC und weist eine hohe taktische Reife auf. Gegen einen solchen Gegner zeigte sich Tokyo keineswegs unterlegen. Bis zum Ende der ersten Halbzeit gab es schwierige Phasen, doch in der zweiten Halbzeit hielt Tokyo den Ball länger und erspielte sich in der Schlussphase mehrere Chancen. In der letzten Spielphase drang Adailton tief in den Strafraum ein und passte auf Kuryu MATSUKI, der vor dem Tor einschoss – knapp verfehlte MATSUKI den Ball, doch diese Szene war das Highlight des Spiels.
Das ist das sechste Spiel in einer Serie von sieben Spielen in einem engen Terminplan. Es handelt sich um Nagoya Grampus, angeführt vom ehemaligen Trainer Kenta HASEGAWA, der bis zum Ende der letzten Saison etwa vier Spielzeiten lang das Kommando bei Tokio hatte.
Taktische Highlights sind ausführlich in der Kolumne von Kohei Baba beschrieben. Im letzten Spiel wurde ein neues System eingeführt, und es scheint, als hätten sie im Duell gegen die Kashima Antlers ein gutes taktisches Gefühl gewonnen, was sie zu einem sehr starken Gegner macht.
Obwohl Tokyo eine neue Spielweise eingeführt hat und eine stetig ansteigende Wachstumskurve zeigt, sind in allen Aspekten ihres Fußballs die Essenzen aus der Zeit unter dem ehemaligen Trainer Hasegawa spürbar. Der intensive Pressingdruck von vorne, die Härte im Zweikampf, die Wucht und Geschwindigkeit der Konter – die Verschmelzung des neuen Stils mit dem bisherigen ist die Quelle für Tokyos Entwicklung.
Gegen einen Gegner, der die Essenz kennt, stellt sich die Frage, wie gut wir die Merkmale des neuen Stils – das Positionsspiel und die Überlegenheit in der Stellung – nutzen können, um das Spiel voranzutreiben. Auch im Zweikampf um den Ball werden wir keinen Schritt zurückweichen, aber noch wichtiger ist es, die Merkmale des neuen Stils zu nutzen, den Gegner mit schnellem Passspiel auszuspielen und die Freude über den Sieg im heimischen Ajinomoto Stadium zu bringen.

