INTERVIEW 30.01.2025

Okinawa-Camp-Bericht TAG 19

30.01.Training

Am sechsten Tag des Okinawa-Itoman-Camps fand eine Überprüfung der Defensive im Itoman Nishizaki Leichtathletikstadion statt.

An diesem Tag, kurz bevor das taktische Programm begann, fragte Trainer Rikizo MATSUHASHI: „Wie viele Tore schießt Teruhito NAKAGAWA in diesen wenigen Minuten Training?“ und „Wie oft erobert Takahiro KO den Ball?“ Er ließ jeden Spieler konkrete Ziele nennen. Durch diese Vorgehensweise des Trainers entstand im Gegensatz zum Vortag, an dem viele Fehler passierten, eine proaktive Einstellung, die von der Zielsetzung aus rückwärts geplant wurde und zu einer guten Zusammenarbeit führte.

Außerdem herrschte während des Trainings eine gespannte Atmosphäre, in der zwischen den Spielern auch scharfe Worte ausgetauscht wurden. Nach dem Training blickte der Trainer zurück und sagte: „Diese angespannte Stimmung ist bei uns immer vorhanden und normal, und ich denke, sie ist wichtig, wenn man kämpft.“

„Wie sieht es also mit dem Einzelnen aus? Allein dadurch, dass jeder mit einem konkreten Ziel spielt, hat sich die Qualität schlagartig verändert. Dabei entstehen auch Verantwortungsbewusstsein und Anspannung. (Gegen Ende des Camps) war es sicherlich hart, aber sie haben es durchgezogen. Ich bin dankbar dafür.“

Es hat nicht nur Veränderungen im System und in der Taktik gegeben, sondern auch in der Einstellung und Herangehensweise an das Training. Das war ein Tag, der diese Veränderungen auch stark auf die Umgebung übertragen hat.


FOCUS ON

Die vom offiziellen Fotografen ausgewählte Fotoreihe des Trainingslagers „FOCUS ON“. Am sechsten Tag des Trainingslagers in Itoman, Okinawa, wurde ein Bild von Taishi Brandon NOZAWA ausgewählt, der in seiner Heimat Okinawa jeden Tag bis zum Schluss im Training bleibt. Auch an diesem Tag war er der Letzte auf dem Platz und wirkte, als würde er nur ungern gehen. Schon seit seiner Rookie-Zeit schwitzt er im Training mit dem Wunsch, „besser zu werden“. Das hat sich auch nach seiner Nominierung für die japanische Nationalmannschaft im letzten Jahr nicht geändert. Große Ambitionen kennen kein Ende. Taishis endlose Reise wird auch weiterhin fortgesetzt.


CAMP VOICE vol.16 Keigo HIGASHI

Es gibt eine Szene, die man in diesem Trainingslager oft sieht. Von Anfang an hat Kei KOIZUMI von Keigo HIGASHI gelernt, wie man den Ball kickt. Nach und nach zeigte sich die Wirkung auch im Training und in Spielen. Mit den Tagen kamen immer mehr Spieler dazu. Am sechsten Tag des Trainingslagers in Itoman gesellten sich auch Takahiro KO und Kouta TOKIWA dazu, sodass es sich vollständig zu einer „Keigo-Schule“ entwickelte. Wir haben mit dem Leiter dieser Schule, der die Rückennummer 10 trägt, gesprochen.

Q: Das Nachtrainieren, das mit Kei KO begann, hat sich allmählich ausgeweitet. Tatsächlich gab es auch Situationen, in denen von Kei KO gute Pässe kamen.
A: Ich habe es Kei KO schon seit der letzten Saison gesagt, aber vielleicht hatte er selbst noch kein klares Bild davon. Doch weil er es für notwendig hielt und sagte: „Keigo-kun, ich möchte das machen“, habe ich das offen angenommen. Obwohl wir Rivalen um die Position sind, möchte ich alles, was ich gelernt habe und lehren kann, an alle weitergeben. Spieler mit viel Laufleistung wie Kei KO und Takahiro KO brauchen, wenn sie ihre Fußballkarriere weiterdenken, Spielgefühl und Passqualität. Da sich mit dem Alter auch das Spielspektrum erweitert, denke ich, dass es wichtig ist, sie dafür zu sensibilisieren. Das letzte Gefühl muss man selbst erfassen, aber Timing und Denkweise kann ich vermitteln. Da es schnelle Spieler in der Offensive gibt, ist es auf jeden Fall besser, wenn mehr Spieler aus dem Mittelfeld gute Pässe spielen können.

Q, zum Beispiel, wenn Spieler Koizumi nicht nur als defensiver Mittelfeldspieler, sondern wie in der letzten Saison auch als Außenverteidiger eingesetzt wird, erhöht sich die Anzahl der Passgeber, was auch für das Team ein großer Vorteil ist.
A, darüber habe ich auch schon mit Spieler Koizumi gesprochen. Wenn er wie ein falscher Außenverteidiger ins Zentrum zieht und von dort einen Pass in die Tiefe hinter die Abwehr spielt, ist das für den Gegner unangenehm. Spieler Takahiro und Spieler Tokiwa sind zwar noch nicht so weit, aber ohne Training vergrößert sich der Handlungsspielraum nicht. Im Gegenteil, wenn man trainiert, kann man selbstbewusst spielen, deshalb habe ich allen gesagt: „Lasst uns diese Saison daran arbeiten.“

Q, Es führt auch dazu, dass man seine eigenen Rivalen fördert.
A, Wenn das Niveau der Rivalen steigt, nimmt auch das, was man selbst tun muss, zu und das führt zu eigenem Wachstum. Die Stärken sind unterschiedlich, aber wenn man Ähnliches leisten kann, denkt man darüber nach, womit man sich als Nächstes auszeichnen will. Das ist auch eine Chance für einen selbst, und ich möchte es sogar lehren. Außerdem, wenn sie mich bitten, es ihnen beizubringen, wäre es doch uncool zu sagen: „Nein, das will ich nicht“ (lacht). Sie wollen sich ja auch weiterentwickeln, deshalb kommen sie mit solchen Bitten zu mir. Es ist nicht erzwungen, und die Einstellung, lernen und wachsen zu wollen, freut mich wirklich. Wenn das so ist, werde ich es ohne Vorbehalte lehren. Es macht ja auch Spaß.

Text von Kohei Baba(Freier Autor