KOLUMNE 09.04.2022

10.04. Urawa-Spiel SPIELVORSCHAU

Das Spiel gegen Urawa ist die letzte Partie einer Dreier-Serie gegen Clubs, die an der AFC Champions League teilnehmen. FC Tokyo verlor gegen die Yokohama F.Marinos, konnte aber im zweiten Spiel einen Sieg gegen Vissel Kobe erringen und steht nun bei einer Bilanz von einem Sieg und einer Niederlage, bevor sie die Urawa Reds im heimischen Ajinomoto Stadium empfangen.

Urawa befindet sich in der zweiten Saison unter Trainer Ricardo RODRIGUEZ, und es ist nicht zu leugnen, dass sie in Bezug auf taktische Reife einen Tag Vorsprung gegenüber Tokio haben. Außerdem haben sie in der letzten Saison den Emperor's Cup gewonnen und sind daher zuversichtlich in die Richtung, in die sich der Verein entwickelt.

In der Anfangsphase dieser Saison gab es zwar zunächst mehr Niederlagen, doch neben den bereits vorhandenen ausländischen Spielern Kasper JUNKER und Alexander SCHOLZ sind nun auch David MOBERG und Alex SCHALK neu hinzugekommen.

Sowohl Möberg als auch Schalk sind erfahrene Spieler, die in der letzten Saison jeweils 10 Tore in der tschechischen Liga bzw. der Schweizer Liga erzielt haben. Zusammen mit dem Leistungsträger Junker, der in der letzten J-League-Saison 9 Tore erzielte, verfügt die Offensive über starke Angreifer in der vordersten Reihe.

Was die Besetzung der Offensive angeht, steht Tokyo dem nicht nach. Im Gegenteil, man kann sagen, dass man derzeit in Form und Schwung sogar vorne liegt. Im letzten Spiel gegen Kobe haben Diego OLIVEIRA und Adailton beide Tore erzielt und ihre Form gesteigert, während Kensuke NAGAI, der seit dem Eröffnungsspiel wieder in der Startelf stand, mehrfach Chancen kreierte und eine Leistung zeigte, die ihn zum Schlüsselspieler macht.

Nicht nur die hohe Qualität der Offensive, sondern auch das Teamkonzept ähneln sich, so lautet die Einschätzung der Medien und Experten zu beiden Mannschaften. Auch im Vorschau-Gespräch zwischen Takashi FUKUNISHI und Ichiro Ozawa werden beide Teams als „seelenverwandt“ beschrieben. Sie halten den Ball basierend auf der Positionsüberlegenheit, drücken den Gegner zurück und übernehmen die Kontrolle. Je nach Spielverlauf können sie auch auf eine starre Ballbesitzstrategie mit kurzen Pässen verzichten und stattdessen lange Bälle effektiv einsetzen, um beharrlich die unangenehmen Stellen des Gegners anzugreifen.

Auch Tokio erhält von der Verteidigungslinie aus hochwertige Zuspiele in die Offensive, sodass es möglich ist, die Situation mit einem langen Pass zu lösen und das Tempo schnell zu erhöhen, wenn kurze Pässe den Gegner nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Besonders viele Tore wurden aus breiten Spielzügen heraus über die Flügel erzielt, und Trainer Albert PUIG ORTONEDA spürte nach dem Spiel gegen Kobe: „Insgesamt nehmen wir gute Positionen ein, und die Angriffe über die Flügel haben funktioniert. (Auslassung) Die Flügelangriffe sind aufgebaut“.

Die Führung übernehmen, indem man die beste Entscheidung trifft und sich an die sich rasch ändernde Spielsituation anpasst. Das Spiel gegen Urawa wird nicht nur eine Prüfung dafür sein, den eigenen Stil durchzusetzen, sondern auch für die Flexibilität, auf Veränderungen zu reagieren.