[U-18] 6. Tag der Deutschlandreise
Heute steht das Spiel gegen Schalke 04 U19 an, das als das stärkste Team dieser Reise gilt.
Wir wollen uns gegen Schalke, die in der Bundesliga U19 West an der Spitze stehen, ohne Scheu behaupten und herausfordern.
Nach einer zweistündigen Busfahrt erreichten wir den Platz, wo wir bei starkem Regen unter schlechten Bedingungen spielten: Anders als in Japan war der natürliche Rasen weich und uneben – genau solche Erfahrungen wollten wir sammeln.




Gleich zu Beginn rutschte ein Spieler im Strafraum beim Versuch, einen gegnerischen Flankenball zu klären, aus und verlor den Ball, den der Gegner sicher verwertete und somit in Führung ging.
Der Gegner zeigte trotz der Platzverhältnisse technische Fähigkeiten, die auch bei erhöhtem Tempo abrufbar sind, ein systematisches Ballbesitzspiel vom Torwart aus sowie Spieler mit außergewöhnlichen körperlichen Fähigkeiten, was ihn deutlich von den bisherigen Gegnern unterschied.
Nach dem Gegentor fanden wir auch unsere Spielphasen, versuchten mutig, das Zentrum zu durchbrechen oder von außen zu attackieren, doch ließen uns die letzten entscheidenden Aktionen nicht gelingen. Die Stärke des Tabellenführers der Bundesliga war deutlich spürbar.
In der 26. Minute, während einer Phase mit gutem Spielfluss, wurde ein Fehler in der Abwehrlinie konsequent ausgenutzt und ein weiteres Tor erzielt. In der 41. Minute wurde die linke Seite hinterlaufen, von wo aus eine Flanke zentral verwertet wurde, sodass die erste Halbzeit mit 0:3 endete.
Zur Halbzeit gab Trainer Sato die Anweisung: „Wir sind extra bis nach Deutschland gekommen und dürfen gegen so einen starken Gegner spielen. Also nehmen wir die Realität an und überlegen, welche Versuche wir von hier an starten können. Lasst uns die Herausforderung annehmen!“

In der zweiten Halbzeit erhöhten wir den Druck mit aktivem Forechecking und setzten den Ballhalter durch aufeinanderfolgende Herausforderungen unter Druck. In der 51. Minute eroberte Yachida den Ball beim Ballbesitz des Torwarts, Imamura konnte den Schuss zwar nicht abgeben, doch Yokota nutzte den Abpraller und erzielte das Tor im linken Eck. Wir verkürzten auf 1:1.
Von hier an erhöhten die Offensivspieler ihr Laufpensum und arbeiteten hart weiter, während die Verteidiger ruhig und mit starkem Einsatz im Zweikampf die typische Spielweise Tokios zeigten und mehrfach Chancen kreierten. Dennoch blieb die letzte entscheidende Phase für uns verschlossen, und das Spiel endete mit 1:3.
Wir haben auf dieser Auswärtsreise die erste Niederlage hinnehmen müssen.

Wir möchten die heute erreichten und nicht erreichten Punkte ordnen und darauf aufbauen, um morgen das letzte Spiel anzugehen.